Bo

Nach zwei bereits älteren Hunden aus dem Tierschutz, die beide so ihre ganz eigenen Probleme mitgebracht  und so zu entsprechenden Einschränkungen in unserem Alltag geführt hatten, sollte es nun ein Welpe vom Züchter werden, den wir von Anfang an richtig sozialisieren wollten.

Allerdings hatten wir keinerlei Erfahrung mit der Erziehung eines Welpen und in der Hundeschule sah ich immer wieder Beispiele, wie man es wohl besser nicht macht und was alles schief laufen kann.  Hier  lernte ich jedoch auch Falko und Käthe kennen, zwei Doodle, die beide bei Frau Terhaar ausgebildet worden waren. Beide stachen in ihrem Verhalten deutlich hervor, waren sehr souverän, freundlich, sozial und aufmerksam ihren Menschen gegenüber.

Anfang dieses Jahres holten wir Bo, einen neun Wochen alten Flat Coated Retriever, bei der Züchterin ab und brachten ihn zu Frau Terhaar. In der kurzen Zeit, die wir mit dem Bo verbrachten, wurde uns klar, dass dies für uns die richtige Entscheidung war, denn Bo bekam von uns 100% Aufmerksamkeit und hätte bei uns vor allem gelernt, dass sich die Welt nur um ihn dreht. Bei Frau Terhaar war Bo jedoch nur einer von vielen Hunden und  musste lernen sich in ein Rudel zu integrieren.

Regelmäßig hielt uns Frau Terhaar über Bos Entwicklung auf dem Laufenden und wir konnten ihn mehrfach besuchen, wobei wir jedes Mal erstaunt waren, welche Fortschritte er machte, insbesondere als wir nach 8 Wochen mit ihm spazieren gingen und er schon fast vorbildlich an der Leine laufen konnte.

Es war uns von vorneherein klar, dass Bo nur 10 Wochen bei vor Terhaar bleiben sollte, so dass wir eigentlich nicht allzu große Erwartungen an seine Ausbildung hatten, uns war vor allem wichtig, dass er mit anderen Hunden sozialisiert wurde und eine gewisse Frustrationstoleranz lernte und er in der Lage war sich an uns zu orientieren.  

Als wir Bo abholten, fuhren wir für eine Woche mit ihm nach Holland. Hier zeigte sich, was für ein umweltsicherer und souveräner Hund aus ihm geworden war. Im Restaurant  schlief er ruhig unter dem Tisch, beim Stadtbummel zeigte er sich interessiert aber nicht überfordert oder aufgedreht und bei Kontakten mit anderen Hunden freundlich und den Situationen angemessen. Die Box, an die er bei Frau Terhaar gewöhnt worden war, stellte er bei uns anfangs nochmal in Frage, doch mit Frau Terhaars Unterstützung  bekamen wir dies rasch in den Griff. Heute sind wir dafür insbesondere dankbar, wenn er tagsüber aufdreht und Unsinn macht. In der Box kann er vollkommen zur Ruhe kommen und entspannen.

Spätestens als wir mit Bo die Hundeschule besuchten, zeigte sich, was Frau Terhaar alles geleistet hatte. Wo andere noch mit der Leinenführung beschäftigt waren, konnten wir bereits Distanzübungen durchführen. Wenn Bo von anderen Hunden angesprungen wurde, hielt er trotzdem seine Kommandos ein und blieb ruhig und souverän. Schon bald durften wir  zusätzlich die Fortgeschrittenengruppe besuchen, wo er mit Abstand der jüngste Hund ist, was jedoch nur bei wenigen Übungen auffällt.

Wir wurden sehr oft gefragt, wie wir denn einen Hund in einer so wichtigen Prägephase weggeben konnten und ob wir denn keine Sorge hätten, dass er dadurch weniger an uns gebunden ist. Diese Sorge hat sich in keinster Weise bestätigt, wir haben unseren Entschluss nie bedauert und wir würden es jedes Mal genauso wieder machen.                                                         

Wir sind Frau Terhaar so dankbar, denn heute haben wir genau den Hund, den wir uns immer gewünscht haben. Wir führen ein so entspanntes Leben mit Hund, wie noch nie zuvor und freuen uns jeden Tag über Bo!